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plan06 - Forum aktueller Architektur in Köln
Ein Rückblick
Zum achten Mal waren alle Architekturinteressierten dazu eingeladen, während einer Woche Köln zu durchstreifen. Der traditionelle meetingpoint als Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum des Architekturfestivals war diesmal weder ein Museum, noch ein brachliegendes Kaufhaus oder ein alte Industriehalle, sondern ein ganzes Quartier: das in Köln sehr beliebte Belgische Viertel mit seinen Galerien, Ladenlokalen, Restaurants, Clubs, Höfen und Plätzen. Und mit temporären Containerbauten des Architekturbüros LHVH. Die Anzahl von 30.000 Besuchern – darunter Fachleute genauso wie kulturbegeisterte Familien, vor allem aber viele junge Flaneure im Alter zwischen 20 und 30 Jahren – zeigte, dass das Konzept, einen Großteil der insgesamt 41 plan-Projekte und mehr als 100 Veranstaltungen in die Struktur eines urbanen Viertels hineinzuweben, hervorragend aufgegangen ist. Immer wieder wurde von Seiten des Publikums die zugleich inspirierende wie entspannte Atmosphäre gelobt, von Seiten der Beteiligten das große Interesse der Besucher und deren Bereitschaft, das enorme Informations-Angebot intensiv zu nutzen. Das spiegelten auch die teilweise überfüllten Vorträge, Diskussionen, Podiumsgespräche, Projekt- und Workshop-Präsentationen, Buchvorstellungen und Filmabende wider. Dabei wurden das stadtbekannte Café Hallmackenreuther, das Wohnzimmer des Belgischen Viertels, für acht Tage zum Festivaltreffpunkt und der plan06-Containerturm am Brüsseler Platz zu einem neuen Gravitationszentrum des täglichen Lebens – auf einer kleinen Fläche, die sonst für Autos reserviert ist. Während plan stand hier allerdings ebenfalls ein Fahrzeug: der in seiner Konsequenz begeistert aufgenommene „passato betonato“ des Studio Düsburg. Und doch ist nicht alles wieder verschwunden, was im Rahmen von plan06 entstanden ist: Das vom Belgischen Viertel entfernteste Projekt, die eine riesige Brandwand bespielende Installation „Anwohnerpark Kunstwerk“ der Gruppe osa am Rande von Köln-Deutz, ist auch weiterhin zu sehen und einen Besuch wert.
Die einwöchige Transformation eines Quartiers in eine Architektur-Gesamtausstellung zum Thema Wohnen ist nach Aussage der unterschiedlichsten Kenner und Nutzer solcher Veranstaltungen, aber auch nach Aussage derer, die dort leben, tatsächlich gelungen. Zum dritten und vorerst letzten Mal war Wohnen das zentrale Thema – eine Dokumentation wird wie bereits zu plan04 und plan05 auch diesmal erarbeitet und unter dem Titel „plan06 – wohnen3“ voraussichtlich im Februar 2007 erscheinen.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei plan07 – vom 21. bis 28. September 2007 mit dem Schwerpunktthema Urbanismus.
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Pressemittelung - September 2006
plan06
Forum aktueller Architektur in Köln
22.09. - 29.09.2006
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plan lädt zum achten Mal alle Architekturinteressierten dazu ein, während einer Woche Köln zu durchstreifen: 41 Projekte und wieder mehr als 100 Termine an den unterschiedlichsten Schauplätzen von und mit Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern, Institutionen, Verbänden, Initiativen, freien Gruppen, Galerien und Künstlern. Neben Ausstellungen und Installationen sind Workshops, Vorträge, Diskussionen, Führungen, Film- und Buchpräsentationen mit im Programm, die eine Fülle von Informationen und die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen und Debatten bieten.
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Der plan-meetingpoint ist diesmal das in Köln beliebte Belgische Viertel mit seinen Galerien, Ladenlokalen, Restaurants, Clubs, Höfen, Plätzen und den temporären Containerbauten, die das Architekturbüro LHVH für plan06 konzipiert hat. Das Informationszentrum befindet sich in einem Containerturm, das Veranstaltungszentrum im Café Hallmackenreuther, beides direkt am Brüsseler Platz, dem Mittelpunkt des Gründerzeitquartiers, gelegen.
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Zum dritten und vorerst letzten Mal ist Wohnen das zentrale Thema der plan-Woche. Die ausgewählten Projekte zeigen beispielhaft, welche Ideen und Vorstellungen Architekten und Stadtplaner, aber auch Designer und Künstler umtreiben, wenn es um die Frage nach der „Zukunft des Wohnens“ geht. Mal sehr pragmatisch, mal regelrecht utopisch sind die Ansätze, um neue Wohn- und damit auch Lebensmodelle zu erforschen und zu erproben. Dabei geht es um die diskutierten gesellschaftlich-sozialen Fragen wie demografischer Wandel, ökonomisches Gefälle, Migration, veränderte Lebensstile, freiwillige und erzwungene Mobilität. Es geht vor allem um den Lebensraum Stadt mit seinem Kontrast zwischen zentralen und peripheren Bereichen, um die sich verändernden Grenzen zwischen öffentlich und privat, um die Entdeckung und Nutzung von bislang kaum bemerkten Ressourcen, um Urbanisierung und Verdichtung bei gleichzeitiger Steigerung der Lebensqualität, um Modelle, die eine praktikable Beteiligung der Bewohner an der Gestaltung ihres Wohn- und Lebensraumes ermöglichen, und um die Sehnsucht nach wahrhaft städtischem Leben ohne den Verzicht auf Orte des Rückzugs und der Natur.
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Ein besonderer Platz wurde in diesem Jahr Hochschulprojekten eingeräumt. Insgesamt zehn Ausstellungen, Präsentationen und Workshops sind in einer Art „Hochschulforum“ versammelt worden – praxisnah, theoretisch, wissenschaftlich, künstlerisch, von der Bewohnbarmachung einer Kölner Verkehrsschneise bis zum Testlauf der „Nichtorte transformierenden“ Beatbox (Projekte 16-25).
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Kunst, die sich mit Architektur und Urbanität beschäftigt, ist „traditionell“ ein wichtiges Element im plan-Programm: Das reicht von Interventionen im öffentlichen Raum über benutz- und begehbare Installationen bis zu Klang-Environments, Performances, Fotoausstellungen und Filmpräsentationen. Das Aufbrechen von bestehenden Wahrnehmungsmustern und die (Zurück-)Eroberung von Stadträumen wird diesmal mit Hilfe von geschrumpften Menschen, einer Betonplatte, die das Fliegen lernen soll, und einem Haus, das von unzähligen Pingpong-Bällen durchströmt wird, betrieben (Projekte 26-38).
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plan ist ein Leitprojekt der Initiative StadtBauKultur NRW und wird von der Stadt Köln und dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Schirmherr ist Minister Oliver Wittke.
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